Osterausfahrt nach Griechenland

Osterausfahrt 2018 – das Wasser war da, wo war der Siggi?

Den Osterpaddlern kann man es nicht recht machen: Alle Jahre wieder wird geklagt über zu wenig Wasser und gefrorene Spritzdecken. Dieses Jahr wars mal ganz anders: 25 Grad, Sonnenbrand auf den Nasen und zur Abwechslung, man mag es kaum glauben – ein Tick zu viel Wasser. Wo gibt´s denn so was??                                                                                                                                                                  Früh ging es los mit den Planungen: Flussführer wurden gewälzt, das „kajak magazin“ durchforstet, einschlägige Landkarten ausgebreitet und youtube Videos mit den Augen aufgesaugt. Direkt nach Neujahr, am 3. Januar 2018, traf man sich zur gemeinsamen Planung bei Tapas-Leckereien in Sanis Wohnung. Bald darauf waren Fährentickets (auch für Siggi) und Übernachtungen für die Paddler-Gang gebucht. Die Vorfreude stieg und stieg, die Wochen und Tage bis zur Abfahrt wurden gezählt.

Am 29. März ging es endlich los. Nach ca. 1000 km Anfahrt trafen nicht wenige Osterpaddler um 11 Uhr im Fährhafen von Ancona ein. Am nächsten Tag kam unsere Fähre im griechischen Igoumenitsa an und die erste Paddelei „to go“ konnte starten, zum Aufwärmen mit WW I-II auf dem Kalamas, kaum 30 Fahrminuten von der Küste entfernt.                                                                                                          Unsere Basis in Plaka – naturnahes Campen für die einen, hübsches Paddler-Hotel für die anderen – war der Ausgangspunkt kurven- und umfangreicher Autofahrten zu den diversen Paddelzielen. Gepaddelt wurde jeden Tag: Arachthos, Kallaritikos und Venetikos jeweils in unterschiedlicher Besetzung, von WW II bis IV. So manche Überraschung aufgrund des höheren Wasserstandes blieb nicht aus, der Tagesrekord mit 7 Schwimmern am oberen Arachthos kann sich sehen lassen. Die „halben Weltreisen“ auf abenteuerlichen Straßen zu den Einstiegen und zurück waren zwar anstrengend für Fahrer und Bremsbeläge, die atemberaubende Berglandschaft der verschneiten Tzoumerka-Kette jedoch ein Augenschmaus für alle!                                                                                    Auch kulinarisch und kulturell erprobten wir Griechenland in angemessener Form. Nach langer Fahrerei war es das ein und andere Mal gemäß einheitlicher Meinung viiiel zu spät für den Campingkocher. Lieber ließen wir uns dann verwöhnen von der spontanen und immer leckeren Küche des Hotelrestaurants oder genossen den geselligen Grillabend an Nikos Rafting-Kajak-Camp mit vielfältigem Grillgut, Salaten und leckerem Brot. Griechische Kulturwunder würdigten wir mit der Besichtigung des Orakels von Dodoni sowie dem Besuch der grandiosen Felsenklöster von Meteora, so weit es die griechischen Öffnungszeiten hergaben. Auf der Rückfahrt statteten wir dem Kalamas noch einen Abschiedsbesuch ab, bevor es wieder auf die Fähre und die anschließende lange Heimreise ging.

Tja, und der Siggi, der leider nicht dabei sein konnte, brachte mit seiner Abwesenheit die ganze Fähren-Crew „out of order“. Wurde ständig ausgerufen an Bord, auf der Hinreise, auf der Rückreise… und hat sich einfach nicht beim Käpt´n gemeldet. Wo gibt´s denn sowas??

previous arrow
next arrow
Full screenExit full screen
ArrowArrow
Shadow
Slider